Discussion:
Benzin-Dieselgemisch trennen
(zu alt für eine Antwort)
Uwe Mueller
2008-12-16 21:19:02 UTC
Hallo Ings.,
frage ich mal hier nach.

Bei Googles kam nur "trennen mit erwärmen" raus.
Weil sich nur die Kettenlänge unterscheidet

Ist für zu Hause etwas gefährlich.

Zentrifuge geht angeblich nicht wegen gleicher Dichte.

Gibt es noch andere Ideen?
Spannung anlegen?
Sieb und viel Druck?
Unterdruck und absaugen über die Löslichkeit? (ungefährliche Destillation)
Osmose? Semipermeable Membran ?


Uwe
Uwe Hercksen
2008-12-17 08:25:05 UTC
Post by Uwe Mueller
Zentrifuge geht angeblich nicht wegen gleicher Dichte.
Hallo,

in der Raffinerie destilliert man mit viel Energieaufwand um Diesel und
Benzin aus dem Erdöl zu gewinnen, wenn es gehen würde, dann würden die
auch Zentrifugen benutzen.

Kauf neues Benzin und Diesel, das ist das einfachste, billigste und
sicherste.

Bye
Bernd Felsche
2008-12-17 09:03:29 UTC
Post by Uwe Hercksen
Post by Uwe Mueller
Zentrifuge geht angeblich nicht wegen gleicher Dichte.
Dichte von Benzin und Diesel ist nicht gleich; aber es gibt auch
nicht viel unterschied.
Post by Uwe Hercksen
in der Raffinerie destilliert man mit viel Energieaufwand um Diesel und
Benzin aus dem Erdöl zu gewinnen, wenn es gehen würde, dann würden die
auch Zentrifugen benutzen.
Kauf neues Benzin und Diesel, das ist das einfachste, billigste und
sicherste.
Ja. Kipp das alte Zeug einfach in die Gosse! :-)

Wenn Diesel und Benzin ausversehen vermischt werden, verdünnt man
das noch weiter mit Diesel und verbrennt es im Dieselmotor. Bei
unbekannten Mischvehältniss 10:1. 10-mal reiner Diesel zu einmal
vermischter Stoff. Dann bleibt im Schnitt ca 5% Benzin.

Bei der ersten Probe nicht den Tank damit auffüllen; halb-leer is
besser falls es noch etwas unverträglich ist. Dann sobald wie
möglich mit frischen Diesel auftanken.

Macht besonders bei älteren Dieselmotoren nichts aus. Vielleicht
springt Er auch noch besser bei kälte an. Auch neuere Motoren
die evtl Biodiesel gemisch verkraften sollen, brennen "leicht
verbenzinierten Diesel".
--
/"\ Bernd Felsche - Innovative Reckoning, Perth, Western Australia
\ / ASCII ribbon campaign | Second to agriculture, humbug is the
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/ \ and postings | -- Alfred Nobel
piddiw
2008-12-17 17:11:19 UTC
On Wed, 17 Dec 2008 18:03:29 +0900, Bernd Felsche
Post by Bernd Felsche
Macht besonders bei älteren Dieselmotoren nichts aus. Vielleicht
springt Er auch noch besser bei kälte an. Auch neuere Motoren
die evtl Biodiesel gemisch verkraften sollen, brennen "leicht
verbenzinierten Diesel".
Gevatter hatte anno tuck vor Stalingrad bis zu 20 % Benzin in den
Diesel gekippt. Die hatten sogar extra Dichteheber um das zu
kontrollieren.
Uwe Hercksen
2008-12-18 16:56:00 UTC
Post by piddiw
Gevatter hatte anno tuck vor Stalingrad bis zu 20 % Benzin in den
Diesel gekippt. Die hatten sogar extra Dichteheber um das zu
kontrollieren.
Hallo,

sonst wäre ihm der Diesel bei den extrem tiefen Temperaturen ausgeflockt
und hätte den Filter verstopft.

Bye
Ralf Teschenbaum
2008-12-19 07:02:22 UTC
Post by piddiw
On Wed, 17 Dec 2008 18:03:29 +0900, Bernd Felsche
Post by Bernd Felsche
Macht besonders bei älteren Dieselmotoren nichts aus. Vielleicht
springt Er auch noch besser bei kälte an. Auch neuere Motoren
die evtl Biodiesel gemisch verkraften sollen, brennen "leicht
verbenzinierten Diesel".
Gevatter hatte anno tuck vor Stalingrad bis zu 20 % Benzin in den
Diesel gekippt. Die hatten sogar extra Dichteheber um das zu
kontrollieren.
Soweit ich mich erinnere, standen solche Mischungsverhältnisse vor 30 Jahren
noch in den Betriebsanleitungen der Dieselfahrzeuge.

Gruß, Ralf.
Roland Damm
2008-12-18 22:09:17 UTC
Moin,
Post by Bernd Felsche
Post by Uwe Hercksen
Kauf neues Benzin und Diesel, das ist das einfachste, billigste
und sicherste.
Ja. Kipp das alte Zeug einfach in die Gosse! :-)
Wenn Diesel und Benzin ausversehen vermischt werden, verdünnt
man das noch weiter mit Diesel und verbrennt es im Dieselmotor.
Bei unbekannten Mischvehältniss 10:1. 10-mal reiner Diesel zu
einmal vermischter Stoff. Dann bleibt im Schnitt ca 5% Benzin.
Bei der ersten Probe nicht den Tank damit auffüllen; halb-leer
is besser falls es noch etwas unverträglich ist. Dann sobald
wie möglich mit frischen Diesel auftanken.
...
Oder das Zeug vermischt mit etwas mehr Benzin im Moped oder im
Rasenmäher verheizen. Räuchert vielleicht etwas, aber wenn kein
Kat da ist, der verstopfen kann.....

CU Rollo
Jan Conrads
2008-12-19 06:14:50 UTC
Post by Roland Damm
Moin,
Post by Bernd Felsche
Post by Uwe Hercksen
Kauf neues Benzin und Diesel, das ist das einfachste, billigste
und sicherste.
Ja. Kipp das alte Zeug einfach in die Gosse! :-)
Wenn richtig Entsorgen, kleine Mengen evt vorsichtig verbrennen.
Post by Roland Damm
Post by Bernd Felsche
Wenn Diesel und Benzin ausversehen vermischt werden, verdünnt
man das noch weiter mit Diesel und verbrennt es im Dieselmotor.
Bei unbekannten Mischvehältniss 10:1. 10-mal reiner Diesel zu
einmal vermischter Stoff. Dann bleibt im Schnitt ca 5% Benzin.
Moderne Dieselmotoren mögen das nicht ganz so, alte darf man aber bis zu
30% Normalbenzin füttern.
Post by Roland Damm
Post by Bernd Felsche
Bei der ersten Probe nicht den Tank damit auffüllen; halb-leer
is besser falls es noch etwas unverträglich ist. Dann sobald
wie möglich mit frischen Diesel auftanken.
...
Oder das Zeug vermischt mit etwas mehr Benzin im Moped oder im
Rasenmäher verheizen. Räuchert vielleicht etwas, aber wenn kein
Kat da ist, der verstopfen kann.....
Würd ich aufpassen, wegen einem Rest Diesel im Kanister hab ich mal nen
Roller halb zerlegt, "warum zum Teufel läuft die Kiste nicht?"

Ansonsten kann man kleine Mengen sicher auch ner Ölheizung beimischen.
Post by Roland Damm
CU Rollo
Gruß Jan
Axel Berger
2008-12-17 06:17:00 UTC
Post by Uwe Mueller
Zentrifuge geht angeblich nicht wegen gleicher Dichte.
850 und 750 kg/m^3? Nicht wirklich gleich.

Aber welchen Zweck soll das Vorhaben erfüllen? Es wird möglicherweise
teurer als der Wert der Brennstoffe und Du hast keine Kontrolle über
die Additive. Mit etwas Pech erhältst Du klopffesten Diesel und
zündbeschleunigtes Benzin.
Uwe Hercksen
2008-12-17 15:59:57 UTC
Post by Axel Berger
850 und 750 kg/m^3? Nicht wirklich gleich.
Hallo,

eine Emulsion Öl mit Wasser kann man mit der Zentrifuge trennen (Sahne
aus Milch) aber eine Lösung verschiedener Flüssigkeiten ineinander
nicht, weder bei Alkohol und Wasser noch bei Benzin und Diesel.

Bye
Axel Berger
2008-12-17 18:44:00 UTC
aber eine L÷sung verschiedener Flnssigkeiten ineinander nicht,
Glaube ich nicht, es geht sogar bei Gasen und sogar bei
Molmasseunterschieden von nur 352/349 (Uranhexafluorid).
Bei Milch ist es einfacher, da braucht es keine Zentrifuge, eine
einfache Handschleuder reicht schon, aber mit genug Geld und Aufwand
sollte es auch für verschiedene Kohlenwasserstoffe gehen.
Steffen Stein
2008-12-17 20:37:06 UTC
Post by Axel Berger
aber eine L÷sung verschiedener Flnssigkeiten ineinander nicht,
Glaube ich nicht, es geht sogar bei Gasen und sogar bei
Molmasseunterschieden von nur 352/349 (Uranhexafluorid).
Bei Milch ist es einfacher,
Milch ist ja auch eine Emulsion
Post by Axel Berger
da braucht es keine Zentrifuge,
doch
Post by Axel Berger
eine einfache Handschleuder reicht schon,
das ist eine Zentrifuge
Post by Axel Berger
aber mit genug Geld und Aufwand
sollte es auch für verschiedene Kohlenwasserstoffe gehen.
nicht wenn sie ineinander gelöst sind - versuch doch einfach mal Salzwasser
in Salz und Wasser oder Wodka in Alkohol und Wasser zu trennen.

Viel Spass
Steffen
--
Dieser Beitrag kann Übertreibungen und/oder ironische Bestandteile
enthalten.
Roland Damm
2008-12-18 22:14:07 UTC
Moin,
Post by Steffen Stein
Post by Axel Berger
aber mit genug Geld und Aufwand
sollte es auch für verschiedene Kohlenwasserstoffe gehen.
nicht wenn sie ineinander gelöst sind - versuch doch einfach
mal Salzwasser in Salz und Wasser oder Wodka in Alkohol und
Wasser zu trennen.
Selbst mit Destillation lässt sich Wasser und Alkohol nicht
komplett trennen. Mit einer Zentrifuge geht es halt nur etwas
schlechter.

Aber die Sache ist belanglos: Wie schon gesagt sind weder Diesel
noch Benzin reine Stoffe (eine Oktanzahl von 98 heißt schon
lange nicht, dass das Zeug zu 98% aus Oktan besteht). Was man da
nach der Trennung erhalten würde wäre - unabhängig vom
Trennverfahren - weder Diesel noch Benzin in der Art, dass er
die Normen für diese Kraftstoffe erfüllen würde. Es käme einfach
nur irgendwas leichtes und irgendwas schweres bei raus, beides
nicht in gängigen Motoren als Kraftstoff verwendbar. Wen
noch 'nen Lanz auf'm Hof stehen hat, kann das sicher dafür
nutzen...:-)

CU Rollo
Stephan Lange
2008-12-19 00:33:46 UTC
Post by Roland Damm
Aber die Sache ist belanglos: Wie schon gesagt sind weder Diesel
noch Benzin reine Stoffe (eine Oktanzahl von 98 heißt schon
lange nicht, dass das Zeug zu 98% aus Oktan besteht).
AFAIK ist da sogar gar kein (oder nur sehr wenig) (Iso-)oktan drin.

MfG

Stephan
Uwe Hercksen
2008-12-18 16:50:47 UTC
Post by Axel Berger
Glaube ich nicht, es geht sogar bei Gasen und sogar bei
Molmasseunterschieden von nur 352/349 (Uranhexafluorid).
Bei Milch ist es einfacher, da braucht es keine Zentrifuge, eine
einfache Handschleuder reicht schon, aber mit genug Geld und Aufwand
sollte es auch für verschiedene Kohlenwasserstoffe gehen.
Hallo,

allerdings mit Kaskaden von vielen hochtourigen Gaszentrifugen und da
will man ja nicht die Isotope komplett trennen, sondern nur anreichern.
Wenn es denn so auch bei einer Lösung von Benzin und Diesel gehen soll,
dann nur mit unverhältnismässig hohem Aufwand und auch nur als
Anreicherung, nicht als vollständige Trennung.

Bye
Axel Berger
2008-12-18 23:09:00 UTC
und da will man ja nicht die Isotope komplett trennen, sondern nur
anreichern.
Das sieht der Herr Ahmaninejad aber ganz anders. Und über den unmäßigen
Aufwand sind wir uns ohnehin einig, nur das pauschale "geht garnicht"
glaube ich nicht.
Uwe Hercksen
2008-12-19 13:24:26 UTC
Post by Axel Berger
Das sieht der Herr Ahmaninejad aber ganz anders. Und über den unmäßigen
Aufwand sind wir uns ohnehin einig, nur das pauschale "geht garnicht"
glaube ich nicht.
Hallo,

na ja, ob nun schwach angereichert oder hoch angereichert, alles keine
komplette Trennung. Hauptsache die Anreicherung reicht für den
jeweiligen Verwendungszewck aus.

Bye
Bodo Mysliwietz
2008-12-17 17:09:11 UTC
Post by Uwe Mueller
Hallo Ings.,
frage ich mal hier nach.
Bei Googles kam nur "trennen mit erwärmen" raus.
Weil sich nur die Kettenlänge unterscheidet
Ist für zu Hause etwas gefährlich.
Zentrifuge geht angeblich nicht wegen gleicher Dichte.
Gibt es noch andere Ideen?
Aber im Benziner sind doch Benzinfilter und im Diesel Dieselfilter ;-)
Post by Uwe Mueller
Spannung anlegen?
Sieb und viel Druck?
Unterdruck und absaugen über die Löslichkeit? (ungefährliche Destillation)
Osmose? Semipermeable Membran ?
Zumindest für den Privatgebrauch absolut keinen gedanken Wert. Beide
Kraftstoffe sind für sich schon recht komplexe Gemische, nochmals
zusätzlich gespickt mit einigen Additiven. Ab einer gewissen
Größenordnung könnte man damit vielleicht eine Redestillationsanlage
oder Raffinierie beauftragen. Wenn sich das rentieren soll muß man
vermutlich Tankschiffdimensionen vorliegen haben.
--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/
Stefan Brröring
2008-12-18 15:16:43 UTC
Wieviel von dem Zeug hast du denn?

Wenn es um weniger als 100 l geht könnte man einfach jeweils ca. 5%
davon in jede Dieseltankfüllung geben. Das wurde doch früher sogar
empfohlen, damit der Diesel im Winter nicht zu dickflüssig wird.

Gruß

Stefan
Uwe Mueller
2008-12-19 09:08:48 UTC
Hallo Stefan,
Post by Stefan Brröring
Wieviel von dem Zeug hast du denn?
20 Liter Kanister. Scheunenfund. Wieviel jeweils vermischt wurde weiß
keiner.

Ich will auch nicht wirklich rumpanschen damit. Aber auf Verdacht in den
Rasenmäher kippen ist auch schlecht.
Bekommt der Nachbar für seinen Lanz zum nachfüllen.
Der alte Metallkanister ist danach dann wieder für Benzin nutzbar.

Vielen Dank an Alle für die Antworten.

Uwe

P.S.
Der Ölpreis ist ja wieder im Keller.
Stefan Brröring
2008-12-19 10:13:54 UTC
Post by Uwe Mueller
20 Liter Kanister. Scheunenfund. Wieviel jeweils vermischt wurde weiß
keiner.
Ich will auch nicht wirklich rumpanschen damit. Aber auf Verdacht in den
Rasenmäher kippen ist auch schlecht.
Bekommt der Nachbar für seinen Lanz zum nachfüllen.
Der alte Metallkanister ist danach dann wieder für Benzin nutzbar.
Das ist sicher die beste Lösung.

Wenn sichergestellt ist, dass dort wirklich nur Diesel und Bezin drin
ist, hätte ich aber keine Bedenken, das in meinen W201 zu kippen,
jedesmal so 2-5l pro Tankfüllung.

Vor ca. 7-8 Jahren habe ich mal aus Versehen abends an einer kleinen
Tankstelle Super auf meinen Diesel getankt. Als ich es merkte, war es
schon zu spät. In der Tankstelle konnte man mir nicht helfen. Ein
anderer Kunde hat mich dann zu einer russischen KFZ-Werkstatt gelotst.
Waren ca. 3km zu fahren. Ging problemlos. Dort den Sprit abgesaugt und
mit dem Rest im Tank zurück zur Tankstelle. Dort den Tank komplett mit
Diesel aufgefüllt und ca. 120 Km nach Hause gefahren. Keine weiteren
Probleme. Das Auto läuft heute noch.

Gruß

Stefan
Roland Damm
2008-12-19 22:06:35 UTC
Moin,
Post by Stefan Brröring
Wenn sichergestellt ist, dass dort wirklich nur Diesel und
Bezin drin ist, hätte ich aber keine Bedenken, das in meinen
W201 zu kippen, jedesmal so 2-5l pro Tankfüllung.
Vor ca. 7-8 Jahren habe ich mal aus Versehen abends an einer
kleinen Tankstelle Super auf meinen Diesel getankt. Als ich es
merkte, war es schon zu spät. In der Tankstelle konnte man mir
nicht helfen. Ein anderer Kunde hat mich dann zu einer
russischen KFZ-Werkstatt gelotst. Waren ca. 3km zu fahren. Ging
problemlos. Dort den Sprit abgesaugt und mit dem Rest im Tank
zurück zur Tankstelle. Dort den Tank komplett mit Diesel
aufgefüllt und ca. 120 Km nach Hause gefahren. Keine weiteren
Probleme. Das Auto läuft heute noch.
Was soll da auch passieren? Dass der Sprit gleich in der
Einspritzpumpe explodiert? Schlimmstenfalls zündet es nicht,
aber das wird es dann wohl doch tun, wenn genug Diesel da ist.
Im Winter liefen Dieselfahrzeuge auch mit Benzinbeimischung und
gerade im Winter dürfte das Zünden doch eher schwerer gehen.

CU Rollo
Ralf Teschenbaum
2008-12-21 23:01:06 UTC
Post by Roland Damm
Post by Stefan Brröring
Vor ca. 7-8 Jahren habe ich mal aus Versehen abends an einer
kleinen Tankstelle Super auf meinen Diesel getankt. Als ich es
merkte, war es schon zu spät. In der Tankstelle konnte man mir
nicht helfen. Ein anderer Kunde hat mich dann zu einer
russischen KFZ-Werkstatt gelotst. Waren ca. 3km zu fahren. Ging
problemlos. Dort den Sprit abgesaugt und mit dem Rest im Tank
zurück zur Tankstelle. Dort den Tank komplett mit Diesel
aufgefüllt und ca. 120 Km nach Hause gefahren. Keine weiteren
Probleme. Das Auto läuft heute noch.
Was soll da auch passieren? Dass der Sprit gleich in der
Einspritzpumpe explodiert? Schlimmstenfalls zündet es nicht,
aber das wird es dann wohl doch tun, wenn genug Diesel da ist.
Im Winter liefen Dieselfahrzeuge auch mit Benzinbeimischung und
gerade im Winter dürfte das Zünden doch eher schwerer gehen.
Mercedes hatte Reiheneinspritzpumpen, die ölgeschmiert waren, damit wären
die Pumpen in der Tat wenig gefährdet gewesen. Die meisten anderen Diesel
hatten aber Verteiler-Einspritzpumpen (VE), die vom Diesel geschmiert wurden.
Das bedeutete zweierlei: Beim Mercedes pumpte jedes Pumpenelement mit halber
Kurbelwellendrehzahl, bei der VE pumpte das einzige Element mit der
Frequenz Zylinderzahl/2.

In beiden Fällen könnte eine klopfende Verbrennung Schäden in den
Gleitlagern der Kurbelwelle und Pleuel-Lager nach sich ziehen.


Gruß, Ralf.
Stefan Brröring
2008-12-22 14:26:35 UTC
Post by Ralf Teschenbaum
Mercedes hatte Reiheneinspritzpumpen, die ölgeschmiert waren, damit
wären die Pumpen in der Tat wenig gefährdet gewesen. Die meisten anderen
Diesel hatten aber Verteiler-Einspritzpumpen (VE), die vom Diesel
geschmiert wurden.
Aha, interessant. Ich weiss zwar so halbwegs, wie eine Dieselmotor
funktioniert, aber die Details meines eigenen Autos kenne ich da nicht
so genau.

Du meinst also, der W201 hat eine Reiheneinspritzpumpe. Bei Wikipedia
hatte ich dazu mal gelesen, dass bei PKW-Motoren im Gegensatz zu
LKW-Motoren aus Kostengründen Verteilerpumpen eingebaut wären, was zu
Lasten der Lebensdauer geht...

Gruß

Stefan
Ralf Teschenbaum
2008-12-23 16:42:56 UTC
Post by Stefan Brröring
Post by Ralf Teschenbaum
Mercedes hatte Reiheneinspritzpumpen, die ölgeschmiert waren, damit
wären die Pumpen in der Tat wenig gefährdet gewesen. Die meisten
anderen Diesel hatten aber Verteiler-Einspritzpumpen (VE), die vom
Diesel geschmiert wurden.
Aha, interessant. Ich weiss zwar so halbwegs, wie eine Dieselmotor
funktioniert, aber die Details meines eigenen Autos kenne ich da nicht
so genau.
Du meinst also, der W201 hat eine Reiheneinspritzpumpe. Bei Wikipedia
hatte ich dazu mal gelesen, dass bei PKW-Motoren im Gegensatz zu
LKW-Motoren aus Kostengründen Verteilerpumpen eingebaut wären, was zu
Lasten der Lebensdauer geht...
Stimmt - bis auf Mercedes. BMW hat sogar in der Werbung gegen Mercedes und
für seine ersten Diesel einen technischen Vorteil der VE entdeckt:
Zusatzelemente, wie die elektronische Steuerungen, lassen sich einfacher
integrieren, da ja nur ein Pumpenelement zu steuern ist.


Gruß, Ralf.
Roland Damm
2008-12-22 22:23:08 UTC
Moin,
Post by Ralf Teschenbaum
In beiden Fällen könnte eine klopfende Verbrennung Schäden in
den Gleitlagern der Kurbelwelle und Pleuel-Lager nach sich
ziehen.
Klopfen beim Dieselmotor kann es wohl kaum geben.

Allerdings das Problem mit der Schmierung der Einspritzpumpe sehe
ich ein.

CU Rollo
Axel Berger
2008-12-23 13:44:00 UTC
Post by Roland Damm
Klopfen beim Dieselmotor kann es wohl kaum geben.
Wenn Du Dich da mal nicht irrst. In der idealen Theorie zündet der
Kraftstoff in der heißen Luft sofort und wird über einen größeren
Kurbelwinkel nachgeliefert für einen gleichmäßigen Gleichdruckprozess.
In der Praxis wird die Zündung verzögert und die bis dahin
eingespritzte Menge zündet auf einmal. Man nennt es Nageln, nicht
Klingeln, aber allein deshalb wird es für Oberflächen und Lager nicht
schonender.
Prabodh C. Brendler
2008-12-23 19:39:29 UTC
Post by Axel Berger
Post by Roland Damm
Klopfen beim Dieselmotor kann es wohl kaum geben.
Wenn Du Dich da mal nicht irrst. In der idealen Theorie zündet der
Kraftstoff in der heißen Luft sofort und wird über einen größeren
Kurbelwinkel nachgeliefert für einen gleichmäßigen Gleichdruckprozess.
In der Praxis wird die Zündung verzögert und die bis dahin
eingespritzte Menge zündet auf einmal. Man nennt es Nageln, nicht
Klingeln, aber allein deshalb wird es für Oberflächen und Lager nicht
schonender.
Ich denke, Dieselmotoren sind aber darauf ausgelegt. Und darum sollte es
ihnen auch nicht schaden.
Was das Nageln durch verschlissene Einspritzdüsen angeht, war die Werkstatt
der Meinung, das koste zwar Leistung, sei anfangs aber harmlos. Erst wenn
Tropfen unverbrannten Kraftstoffs den Kolbenboden treffen, gehts dahin.
Aber solange lässt eh niemand schadhafte Düsen im Motor.

Prabodh
Axel Berger
2008-12-24 02:54:00 UTC
Post by Prabodh C. Brendler
Ich denke, Dieselmotoren sind aber darauf ausgelegt.
Auf das normale Maß. Die Oktanzahlverbesserer im Benzin tun alles um
die Verzögerung im Diesel zu verschlimmern.
Roland Damm
2008-12-25 23:31:35 UTC
Moin,
Post by Axel Berger
Post by Roland Damm
Klopfen beim Dieselmotor kann es wohl kaum geben.
Wenn Du Dich da mal nicht irrst. In der idealen Theorie zündet
der Kraftstoff in der heißen Luft sofort und wird über einen
größeren Kurbelwinkel nachgeliefert für einen gleichmäßigen
Gleichdruckprozess. In der Praxis wird die Zündung verzögert
und die bis dahin eingespritzte Menge zündet auf einmal. Man
nennt es Nageln, nicht Klingeln, aber allein deshalb wird es
für Oberflächen und Lager nicht schonender.
Ich hätte gedacht, dass _Klopfen_ quasi per Definition ein zu
frühes Zünden des Gemisches ist. Das kann es beim Diesel nicht
geben.

CU Rollo
Axel Berger
2008-12-26 09:13:00 UTC
dass _Klopfen_ quasi per Definition ein zu fr?Pilches Z?Pilcnden des Gemisches
ist.
Auch nicht, nicht einmal der wichtigste Prozess. Auch die Explosion im
Explosiosmotor hat eine endliche Flammengeschwindigkeit und ist bei
höheren Drehzahlen recht weit weg vom theoretischen Gleichraumprozess.
Die Verbrennung komprimiert und erhitzt den noch unverbrannten Anteil
weiter und es kann dazu kommen, daß statt der laufenden Front das
Restvolumen nahezu gleichzeitig zündet. (Alternativ wird an heißen
Stellen eine oder mehrere gegenläufige Fronten gezündet.) Das ist das
besonders schädliche und gefährliche Hochdrehzahlklingeln (ab ca. 4000
min^-1). Das gut hörbare Klingeln bei 2000 min^-1 ist dagegen fast
vollkommen harmlos.
gUnther nanonüm
2009-03-11 18:39:25 UTC
"Axel Berger" <***@b.maus.de> schrieb im Newsbeitrag news:***@b.maus.de...
..
Post by Axel Berger
Die Verbrennung komprimiert und erhitzt den noch unverbrannten Anteil
weiter und es kann dazu kommen, daß statt der laufenden Front das
Restvolumen nahezu gleichzeitig zündet. (Alternativ wird an heißen
Stellen eine oder mehrere gegenläufige Fronten gezündet.) Das ist das
besonders schädliche und gefährliche Hochdrehzahlklingeln (ab ca. 4000
min^-1). Das gut hörbare Klingeln bei 2000 min^-1 ist dagegen fast
vollkommen harmlos.
Hi,
ja, aber auch mit allen Additiven aller Benzine fehlt dem Drecksdiesel noch
der Sauerstoff. Die Additive müssen erstmal abwarten, an den ranzukommen.
Bis dahin ist aber der Brennraum schon zu heiß und der OT weit weg, das gibt
dann keine gefährliche Belastung mehr. Diesel laufen sogar mit Kohlenstaub.
--
mfg,
gUnther
Axel Berger
2009-03-12 04:00:00 UTC
Post by gUnther nanonüm
aber auch mit allen Additiven aller Benzine fehlt dem Drecksdiesel noch
der Sauerstoff.
Nicht bei äußerer Gemischbildung, von der in meinem Posting aus dem
*Dezember 2008* die Rede war. Irgendein Grund, warum Du ohne Anlaß
ausgerechnet heute darauf antwortest?
Ralf Teschenbaum
2008-12-23 16:40:29 UTC
Post by Roland Damm
Moin,
Post by Ralf Teschenbaum
In beiden Fällen könnte eine klopfende Verbrennung Schäden in
den Gleitlagern der Kurbelwelle und Pleuel-Lager nach sich
ziehen.
Klopfen beim Dieselmotor kann es wohl kaum geben.
Klopfende Verbrennung gibt es auch beim Diesel. Und dabei handelt es sich
nicht nur um Kaltstartnageln, sondern kann auch bei warmem Motor ablaufen.
Auslöser sind beispielsweise Düsenfehler, bei denen die Zerstäubung nicht
stimmt.



Gruß, Ralf.
Bernd Felsche
2008-12-19 14:06:27 UTC
Post by Uwe Mueller
Post by Stefan Brröring
Wieviel von dem Zeug hast du denn?
20 Liter Kanister. Scheunenfund. Wieviel jeweils vermischt wurde weiß
keiner.
Ich will auch nicht wirklich rumpanschen damit. Aber auf Verdacht in den
Rasenmäher kippen ist auch schlecht.
Bekommt der Nachbar für seinen Lanz zum nachfüllen.
Der alte Metallkanister ist danach dann wieder für Benzin nutzbar.
Vielen Dank an Alle für die Antworten.
P.S.
Der Ölpreis ist ja wieder im Keller.
Dann gleich den Keller volltanken. :-)
--
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piddiw
2008-12-19 17:32:19 UTC
On Fri, 19 Dec 2008 10:08:48 +0100, "Uwe Mueller"
Post by Uwe Mueller
Bekommt der Nachbar für seinen Lanz zum nachfüllen.
Ideale Lösung.
Zudem kannste mit dem Lanz auch noch problemlos Dein altes Motorenöl
loswerden.
Uwe Hercksen
2008-12-22 16:19:31 UTC
Post by piddiw
Zudem kannste mit dem Lanz auch noch problemlos Dein altes Motorenöl
loswerden.
Hallo,

jaja, wenn der Lanz die im alten Motorenöl vorhandenen Schadstoffe in
der Umgebungsluft verteilt, dann ist das völlig problemlos...

Bye
piddiw
2008-12-22 16:36:56 UTC
On Mon, 22 Dec 2008 17:19:31 +0100, Uwe Hercksen
Post by Uwe Hercksen
Post by piddiw
Zudem kannste mit dem Lanz auch noch problemlos Dein altes Motorenöl
loswerden.
Hallo,
jaja, wenn der Lanz die im alten Motorenöl vorhandenen Schadstoffe in
der Umgebungsluft verteilt, dann ist das völlig problemlos...
Bye
Der alte Lanz ist ein 2-Takter Diesel mit Glühkopf. Ob man nun zur
Schmierung frisches Motorenöl nimmt oder altes, was oben herauskommt
ist dasselbe.
gUnther nanonüm
2009-03-11 18:47:23 UTC
"Uwe Mueller" <***@tiba-computer.de> schrieb im Newsbeitrag news:0hil16-***@hwr.meyer...
..
Post by Uwe Mueller
Bei Googles kam nur "trennen mit erwärmen" raus.
Weil sich nur die Kettenlänge unterscheidet
Ist für zu Hause etwas gefährlich.
Zentrifuge geht angeblich nicht wegen gleicher Dichte.
Gibt es noch andere Ideen?
Spannung anlegen?
Sieb und viel Druck?
Unterdruck und absaugen über die Löslichkeit? (ungefährliche Destillation)
Osmose? Semipermeable Membran ?
Hi,
man könnte mit Kälte arbeiten, eine wirklich gute Kühltruhe auf
"turbogefrieren" sollte -28°C schaffen, dabei sollte einiges des Paraffins
ausflocken bzw aussulzen. leider nicht alles wegen des Benzins, aber man
kanns ja mal versuchen. Dann die "Sülze" abfischen und später mit ein wenig
des Benzinrests versetzen, soeine Masse sollte als Diesel im alten
Nicht-Turbo-Golf oder W123-Diesel durchaus gehen, mit frischem Diesel oder
Biodiesel verdünnt. Das Benzin dagegen ins Mofa oder den 2takter-Rasenmäher
(mit Getrenntschmierung) kippen und anhand der Rauchfahne nachkippen.
Ansonsten ist soein Drecksbenzin ein tolles Reinigungsbad fürs Autobasteln.
Könnte gut sein, daß das überhaupt daher stammt, der Inhalt der ehemaligen
Radlagerwaschwanne :-)
Außerdem nehmen die Chemieabfallsammelstellen das auch an.
--
mfg,
gUnther
s***@gmail.com
2014-06-25 16:09:15 UTC
Post by Uwe Mueller
Hallo Ings.,
frage ich mal hier nach.
Bei Googles kam nur "trennen mit erwärmen" raus.
Weil sich nur die Kettenlänge unterscheidet
Ist für zu Hause etwas gefährlich.
Zentrifuge geht angeblich nicht wegen gleicher Dichte.
Gibt es noch andere Ideen?
Spannung anlegen?
Sieb und viel Druck?
Unterdruck und absaugen über die Löslichkeit? (ungefährliche Destillation)
Osmose? Semipermeable Membran ?
Uwe
warum machst du nich einfan n schönes feuer :D
gUnther nanonüm
2014-06-25 16:43:22 UTC
Post by Uwe Mueller
Gibt es noch andere Ideen?
Spannung anlegen?
Sieb und viel Druck?
Unterdruck und absaugen über die Löslichkeit? (ungefährliche Destillation)
Osmose? Semipermeable Membran ?
Hi,
tiefgefrieren. So ab -40 sollte Diesel bzw Paraffin ausfällen.
Aber Unterdruckdestillation wär schon das Simpelste.
Druckfestes Faß mit Mischung, alten Kühlschrankkompressor und zweites
Blechfaß in Erde verbuddelt weit genug weg für die (hoffentlich)
kondensierenden Benzindämpfe. Verbindung per Plastikschlauch.
--
mfg,
gUnther
Franz Glaser
2014-06-25 18:06:40 UTC
Post by Uwe Mueller
Zentrifuge geht angeblich nicht wegen gleicher Dichte.
Das irritiert mich jetzt aber sehr.

Superbenzin: 0,74
Diesel: 0,83

Das ist es auch, was den Dieselmotor irrtümlich so wirtschaftlich macht.
In kg und somit in kcal frisst er gleich viel wie der Benziner.

kWh pro kg ist bei beiden gleich ca. 12

http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftstoff

GL
--
Eine Wahrheit, die nur in feine Ohren schlüpft, nennt er Lüge und
Nichts. Wahrlich, er glaubt nur an Götter, die großen Lärm in der Welt
machen!
(Von den Fliegen des Marktes, Also sprach Zarathustra)
gUnther nanonüm
2014-06-25 20:05:15 UTC
Post by Franz Glaser
Das ist es auch, was den Dieselmotor irrtümlich so wirtschaftlich macht.
In kg und somit in kcal frisst er gleich viel wie der Benziner.
kWh pro kg ist bei beiden gleich ca. 12
http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftstoff
Hi,
der Irrtum ist woanders, und ist keiner. Der Diesel hat den gesamten
Brennraum schon "heiß" und verbrennt dennoch meist nur einen Teil seiner
Luft. Der Benziner muß aber seinen flüchtigen Sprit rechtzeitig anzünden,
bevor jener im Magermix allzuweit auseinanderfällt. Da macht die höhere
Verdichtung des Diesels viel aus.
--
mfg,
gUnther
Axel Berger
2014-06-26 05:35:00 UTC
Da macht die höhere Verdichtung des Diesels viel aus.
Nur bedingt, das Optimum, dem auch Benziner immer näher kommen, liegt
bei rund 16, darüber steigen die Verluste wieder. Die hohen Werte sind
bei kleinen Motoren für den Kaltstart notwendig.

Auch sonst hat Franz völlig recht. Beide Kraftsoffe haben recht genau
42.5 MJ/kg, Diesel ist 13 % dichter und mit 13 % ist der größte Teil
des in Volumen gemssenen Verbrauchsvorteils weg.
Franz Glaser
2014-06-26 19:00:53 UTC
Post by Axel Berger
Da macht die höhere Verdichtung des Diesels viel aus.
Nur bedingt, das Optimum, dem auch Benziner immer näher kommen, liegt
bei rund 16, darüber steigen die Verluste wieder. Die hohen Werte sind
bei kleinen Motoren für den Kaltstart notwendig.
Auch sonst hat Franz völlig recht. Beide Kraftsoffe haben recht genau
42.5 MJ/kg, Diesel ist 13 % dichter und mit 13 % ist der größte Teil
des in Volumen gemssenen Verbrauchsvorteils weg.
Nicht ernsthaft-praktisch sondern nur aus Interesse ...

Wie sollte denn eine Zapfsäule funktionieren, die das Gewicht bzw. die
Masse des durchgeflossenen Benzins/Bieselöls _genau_ erfasst? Auch um
die Temperaturfehler zu verringern.

Da erinnere ich mich an ein U-Rohr (den Rest habe ich vergessen) und an
Zentrifugen, deren Stromverbrauch gemessen wird. Prallplatte nach
Fallhöhe ist wohl auch nicht intelligenter.


GL
--
Eine Wahrheit, die nur in feine Ohren schlüpft, nennt er Lüge und
Nichts. Wahrlich, er glaubt nur an Götter, die großen Lärm in der Welt
machen!
(Von den Fliegen des Marktes, Also sprach Zarathustra)
Thomas Rachel
2014-06-27 10:20:05 UTC
Post by Franz Glaser
Wie sollte denn eine Zapfsäule funktionieren, die das Gewicht bzw. die
Masse des durchgeflossenen Benzins/Bieselöls _genau_ erfasst? Auch um
die Temperaturfehler zu verringern.
Messung Durchfluß, Messung Temperatur, Umrechnung in Masse.


Ähnlich wie die Gasrechnung, bei der ja auch der gemessene Verbrauch in
m³ erfasst, mit einem lageabhängigen Faktor versehen, in kWh umgerechnet
und dann abgerechnet wird.


Thomas
Franz Glaser
2014-06-27 14:45:03 UTC
Post by Thomas Rachel
Post by Franz Glaser
Wie sollte denn eine Zapfsäule funktionieren, die das Gewicht bzw. die
Masse des durchgeflossenen Benzins/Bieselöls _genau_ erfasst? Auch um
die Temperaturfehler zu verringern.
Messung Durchfluß, Messung Temperatur, Umrechnung in Masse.
Ähnlich wie die Gasrechnung, bei der ja auch der gemessene Verbrauch in
m³ erfasst, mit einem lageabhängigen Faktor versehen, in kWh umgerechnet
und dann abgerechnet wird.
Thomas
Ebendas will ich vermeiden.

GL
--
Eine Wahrheit, die nur in feine Ohren schlüpft, nennt er Lüge und
Nichts. Wahrlich, er glaubt nur an Götter, die großen Lärm in der Welt
machen!
(Von den Fliegen des Marktes, Also sprach Zarathustra)
Axel Berger
2014-06-27 13:06:00 UTC
Messung Durchfluoo, Messung Temperatur, Umrechnung in Masse.
Reicht nicht, die Dichte muß es sein. Die Zusammensetzung der
verschiedenen Mischungen schwankt deutlich, der Heizwert aber auch
etwas. Damals im Institut hingen die Meßwerte für die aktuell gerade
getankten Prüfstandsversorgungen aus.
Axel Berger
2014-06-27 13:02:00 UTC
Wie sollte denn eine ZapfsSigmule funktionieren, die das Gewicht bzw. die
Masse des durchgeflossenen Benzins/Biesel÷ls _genau_ erfasst?
Das einfachste dürfte sein, die Dichte genu zu messen und zu rechnen.
Die Zeit der mechanischen Räderzählwerke ist ja vorbei. Bei geliefertem
Heizöl ist eine Kompensation für die Temperatur bereits vorhanden.
Franz Glaser
2014-06-28 08:43:56 UTC
Post by Axel Berger
Post by Franz Glaser
Wie sollte denn eine Zapfsäule funktionieren, die das Gewicht bzw. die
Masse des durchgeflossenen Benzins/Bieselöls _genau_ erfasst?
Das einfachste dürfte sein, die Dichte genu zu messen und zu rechnen.
Die Zeit der mechanischen Räderzählwerke ist ja vorbei. Bei geliefertem
Heizöl ist eine Kompensation für die Temperatur bereits vorhanden.
Wenn schon die Dichte, dann gleich die verkaufte Masse. Inklusive
Luftbläschen und (Temperatur)schwankungen.

Es muss ja sowas geben wie eine Bandwaage für Streugut aber mit einem
gewogenen Rohr, wobei die Fließgeschwindigkeit weiterhin mit einem
Turborad oder mit Ultraschall gemessen werden muss, vielleicht wie
bisher mit einer geeichten Pumpe.

Die Ölfirmen vom Bohrturm, in der Raffinerie und an den Tankern lassen
sich vermutlich auch nicht mit Volumen abspeisen.

Als die DDR zur BRD wurde, kam die Ungenauigkeit der dortigen Zapfsäulen
wie ein Albtraum auf die westlichen Autofahrer hernieder - und wurde per
Gesetz ein gutes Geschäft für die Ölfirmen.


GL
--
Eine Wahrheit, die nur in feine Ohren schlüpft, nennt er Lüge und
Nichts. Wahrlich, er glaubt nur an Götter, die großen Lärm in der Welt
machen!
(Von den Fliegen des Marktes, Also sprach Zarathustra)
Bodo Mysliwietz
2014-07-07 15:06:14 UTC
Post by Franz Glaser
Die Ölfirmen vom Bohrturm, in der Raffinerie und an den Tankern lassen
sich vermutlich auch nicht mit Volumen abspeisen.
Die Handelseinheit ist aber nunmal in Volumen - das Barrel (Faß).
--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/
Franz Glaser
2014-07-07 18:34:53 UTC
Post by Bodo Mysliwietz
Post by Franz Glaser
Die Ölfirmen vom Bohrturm, in der Raffinerie und an den Tankern lassen
sich vermutlich auch nicht mit Volumen abspeisen.
Die Handelseinheit ist aber nunmal in Volumen - das Barrel (Faß).
"nunmal" war vor vielen Jahren auch das ptolemäische Weltbild, als die
"Sterne" Sauschwänzchen aufs göttliche Firmament zeichneten.
:-)

GL
--
Eine Wahrheit, die nur in feine Ohren schlüpft, nennt er Lüge und
Nichts. Wahrlich, er glaubt nur an Götter, die großen Lärm in der Welt
machen!
(Von den Fliegen des Marktes, Also sprach Zarathustra)
Bodo Mysliwietz
2014-07-08 12:17:22 UTC
Post by Franz Glaser
Post by Bodo Mysliwietz
Post by Franz Glaser
Die Ölfirmen vom Bohrturm, in der Raffinerie und an den Tankern lassen
sich vermutlich auch nicht mit Volumen abspeisen.
Die Handelseinheit ist aber nunmal in Volumen - das Barrel (Faß).
"nunmal" war vor vielen Jahren auch das ptolemäische Weltbild, als die
"Sterne" Sauschwänzchen aufs göttliche Firmament zeichneten.
:-)
Naja, die Anlagenbauer werden wohl was Energiebilanzen betrifft
vermutlich eh in Massen- oder Stoffmengenströme umrechnen. Für den
Endkunden ist es reine Definitionssache. Zahlen wird die die Stoffmenge
eh gleich.
--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/
Bodo Mysliwietz
2014-07-07 15:04:20 UTC
Post by Axel Berger
Wie sollte denn eine ZapfsSigmule funktionieren, die das Gewicht bzw. die
Masse des durchgeflossenen Benzins/Biesel÷ls _genau_ erfasst?
Das einfachste dürfte sein, die Dichte genu zu messen und zu rechnen.
Die Zeit der mechanischen Räderzählwerke ist ja vorbei. Bei geliefertem
Heizöl ist eine Kompensation für die Temperatur bereits vorhanden.
Auch Zapfsäulen an der Tanke zeigen das Volumen immer normiert auf 15 °C
an. Egal ob der Sprit gerade mit 5 oder 25 °C aus dem Tank kommt.

Es ist, was das "bezahlen" betrifft auch völlig schnuppe ob wir Liter
oder Kilogramm an der Tanke einführen. Würden wir heute, per Gesetz, auf
Masse (kg) umstellen würden sich Proportional die kg-Preise ändern.
Sprich gewonnen hätten wir nichts.
Lediglich bei den Stammtisch-Verbrauchs-Diskussionen wäre etwas mehr
Präzision drin. Wir würden dann nicht mehr um 40 bis 100% Unterschied
reden sondern von 25 bis 85%.
--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/
Micael Guignard
2014-07-12 11:22:17 UTC
Post by Franz Glaser
Nicht ernsthaft-praktisch sondern nur aus Interesse ...
Wie sollte denn eine Zapfsäule funktionieren, die das Gewicht bzw. die
Masse des durchgeflossenen Benzins/Bieselöls _genau_ erfasst? Auch um
die Temperaturfehler zu verringern.
Massendurchfluss-Messung mit einem Coriolis Messsystem, hierbei sind
Massendurchfluss und Dichte direkte/primäre Messwerte.
Post by Franz Glaser
Da erinnere ich mich an ein U-Rohr
Es gibt in der Tat einige solche Messgeräte/Systeme, die eine
U-Rohr-Form aufweisen (offensichtlich z. B. bei der Micro Motion ELITE
Serie von Emerson Process Management, eher von einem quaderförmigen
Gehäuse ummantelt bei einigen anderen).
Post by Franz Glaser
(den Rest habe ich vergessen)
Dieser "Rest" bei diesen Messsystemen hat meiner Erinnerung nach mit
Schwingungen zu tun (Anregung, Änderung der Resonanzfrequenz,
Phasenverschiebung, ...) zu tun.


Viele Grüße

Mic.

Axel Berger
2014-06-26 05:30:00 UTC
Post by Franz Glaser
Das irritiert mich jetzt aber sehr.
Ihr erinnert Euch schon alle noch, daß diese Diskussion bereits vor
Jahren schon komplett durch war, bevor ein namenloser, anonymer Troll
sie sechs Jahre später mit einem vollkommen sinnlosen Posting wieder
aufwärmte?
Post by Franz Glaser
...
warum machst du nich einfan n schönes feuer :D
Bodo Mysliwietz
2014-07-07 14:55:07 UTC
Post by Franz Glaser
Post by Uwe Mueller
Zentrifuge geht angeblich nicht wegen gleicher Dichte.
Das irritiert mich jetzt aber sehr.
Superbenzin: 0,74
Diesel: 0,83
Dennoch dürfte es, wenn überhaupt möglich, schon
Hochleistungszentrifugen benötigen. Ein Benzin-Dieselgemisch ist
schliesslich keine Emulsion oder Suspension.
Post by Franz Glaser
Das ist es auch, was den Dieselmotor irrtümlich so wirtschaftlich macht.
In kg und somit in kcal frisst er gleich viel wie der Benziner.
kWh pro kg ist bei beiden gleich ca. 12
http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftstoff
Hmmm, das relativiert nur den Dieselvebrauch - sprich die CO2-Emmission
- ein wenig. Prinzipbedingt stellt man aber fest das Diesel einen
Verbrauchsvorteil haben der deutlich über dem des Dichteunterschied liegt.
--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/
Franz Glaser
2014-07-07 18:41:24 UTC
Post by Bodo Mysliwietz
Post by Franz Glaser
kWh pro kg ist bei beiden gleich ca. 12
http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftstoff
Hmmm, das relativiert nur den Dieselvebrauch - sprich die CO2-Emmission
- ein wenig. Prinzipbedingt stellt man aber fest das Diesel einen
Verbrauchsvorteil haben der deutlich über dem des Dichteunterschied liegt.
Der liegt vorwiegend darin begründet, dass Dieselfahrzeuge immer noch so
schlecht beschleunigen, dass sie weniger m*v²/2 auf der Strecke auf die
Straße bringen, die eine durchschnittliche Wildsau in Wärme wegbremsen kann.

Darin liegt auch der Vorteil der Dampflok - obwohl sie unglaubliche
Tonnen Leergewicht durch die Gegend schleift.

Alle Energie wird Wärme: Bremsen ist die teuerste Energie beim Fahren.

GL
--
Eine Wahrheit, die nur in feine Ohren schlüpft, nennt er Lüge und
Nichts. Wahrlich, er glaubt nur an Götter, die großen Lärm in der Welt
machen!
(Von den Fliegen des Marktes, Also sprach Zarathustra)
Bodo Mysliwietz
2014-07-08 12:21:48 UTC
Post by Franz Glaser
Post by Bodo Mysliwietz
Post by Franz Glaser
kWh pro kg ist bei beiden gleich ca. 12
http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftstoff
Hmmm, das relativiert nur den Dieselvebrauch - sprich die CO2-Emmission
- ein wenig. Prinzipbedingt stellt man aber fest das Diesel einen
Verbrauchsvorteil haben der deutlich über dem des Dichteunterschied liegt.
Der liegt vorwiegend darin begründet, dass Dieselfahrzeuge immer noch so
schlecht beschleunigen,
Bei gleicher Leistung, z.B. konstanter Fahrt, wird man sehen das der
Diesel immer noch einen deutlichen Vorteil über dem Dichteverhältnis
haben. Mit modernen Turbodieseln ist das "scheinbar" langsamere
Beschleunigen urban legend geworden. Im Gegenteil, meiner Beobachtung
nach beschleunigen die Menschen eher stärker - extrem angehobene
Drehmomente im Vergleich zu 2 Jahrzehnten zurück.
--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/
Axel Berger
2014-07-08 18:48:00 UTC
Prinzipbedingt stellt man aber fest das Diesel einen Verbrauchsvorteil
haben der deutlich nber dem des Dichteunterschied liegt.
Ja und nein. In der Praxis hast Du recht. Wegen der fehlenden Drossel
haben Diesel erheblich bessere Teillastwirkungsgrade und nehmen zu
hochtouriges Fahren mit zu wenig Gas deutlich weniger übel. Werden
beide optimal und im richtigen Gang bewegt, dann wird der Unterschied
erhblich kleiner.
Zweitens sprichst Du von der Vergangenheit, wo optimierte Diesel gegen
versaute Benziner antraten. Ich habe noch offizielle
Normverbrauchsangaben aus der Zeit, als es nahezu idenische Benziner
und Motoren mit und ohne gKAT zu kaufen gab. Diesel wurden da noch
verbrauchsoptimal ausgelegt. Seit bei denen auch elektronisch und zu
Lasten des Verbrauchs allein das Abgas optimiert wird steigen die
Verbräuche deutlich. Beim Golf TDI mit identischer Leistung und
Fahrweise von Baujahr 1995 auf Baujahr 2004 um 20 % von 5.6 auf 6.7
l/100km.
Andreas Bockelmann
2014-06-26 13:40:45 UTC
Post by s***@gmail.com
Post by Uwe Mueller
Hallo Ings.,
frage ich mal hier nach.
warum machst du nich einfan n schönes feuer :D
Weil der Kraftstoff nach 7,5 Jahren mutmaßlich längst verdunstet ist.

Ich liebe die googlegroups-Spätzünder :-)
--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann
F/V +49-3221-1143516
Matthias Frank
2014-06-26 14:55:25 UTC
Post by Andreas Bockelmann
Post by s***@gmail.com
Post by Uwe Mueller
Hallo Ings.,
frage ich mal hier nach.
warum machst du nich einfan n schönes feuer :D
Weil der Kraftstoff nach 7,5 Jahren mutmaßlich längst verdunstet ist.
Wobei erst das Benzin verdunstet. Wenn man Glück hat, hat man
noch das Diesel übrig.

MfG
Matthias
Andreas Bockelmann
2014-06-26 15:35:10 UTC
Post by Matthias Frank
Post by Andreas Bockelmann
Post by s***@gmail.com
Post by Uwe Mueller
Hallo Ings.,
frage ich mal hier nach.
warum machst du nich einfan n schönes feuer :D
Weil der Kraftstoff nach 7,5 Jahren mutmaßlich längst verdunstet ist.
Wobei erst das Benzin verdunstet. Wenn man Glück hat, hat man
noch das Diesel übrig.
MfG
Matthias
Arrrggghhhh!!! mea culpa!

Schrieb ich wirklich 7,5 Jahre? Sechs, setzen, mangelhaft, außerdem
ungenügend!
--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann
F/V +49-3221-1143516